| Therapie |
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Kortikosteroide Initial 100mg/d Prednisonäquivalent p.o. (zunehmende Nebenwirkungen bei der meist notwendigen Langzeittherapie!) Langsame Dosisreduktion abhängig von Klinik; möglichst Erhaltungsdosis unter Cushing-Schwelle (z.B. je 2 Wochen 100/80/60/40/20 mg täglich, dann alternierend 20/10, 10/10, 10/5 mg etc. täglich; bei Zunahme der Symptome auf nächsthöhere Stufe ca. 4 Wochen bleiben, dann erneuter Versuch einer Dosisreduktion). IVIG (Immglobouline) 400mg/kg KG/d i.v. über 5 Tage Plasmapherese Immunsuppressiva Bei fehlender oder unzureichender Wirksamkeit der Basistherapie oder intoerablen NW zusätzlich Azathioprin. Alternativ Cyclophosphamid, Cyclosporin A. Bei Gammopathie auch entsprechende andere Zytostatika Therapieanpassung: - Therapiekontrolle klinisch! Die verlangsamte Nervenleitgeschwindigkeit korreliert schlecht zum Verlauf. - Über Wochen langsame Reduktion der Medikation nach Maßgabe der Beschwerden. Bei notwendiger Langzeittherapie veränderte Nebenwirkungen der Präparate berücksichtigen, ggf. Therapie umstellen. Praktisches Vorgehen (abhängig vom NW-Profil; das individuelle Ansprechen ist nicht vorhersehbar; bei Versagen der ersten Substanz zunächst die jeweils andere einsetzen): Basistherapie (bei jeweils 70% der Patienten wirksam): - Kortikosteroide - IVIG - Plasmapherese entnommen aus Checkliste Neurologie - H. Grehl - F. Reinhard - unter Mitarbeit von J. Neuberger - 2. aktualisierte Ausgabe |
