Was ist LDN (Low Dose Naltrexone)

 

Low Dose Naltrexone (LDN) gibt Millionen Menschen, die an einer schweren Krankheit leiden, neue Hoffnung.

 

Naltrexone wurde 1984 in den USA von der FDA (Food and Drug Administration - www.fda.gov), genehmigt um Heroin- oder Opiumsüchtigen zu helfen. Es blockiert die Wirkung solcher Rauschgifte.

 

1985 entdeckte Dr. Bernard Bihari, ein Arzt aus New York City, die Effekte einer viel kleineren Dosis von Naltrexone (etwa 5 mg täglich) auf das Immunsystem des Körpers.

 

Er fand heraus, dass diese niedrige Dosis im Stande ist, die Reaktion des Immunsystems zu verändern.

 

Auf der Internetseite www.lowdosenaltrexone.org kann man weitere Informationen über LDN und seinen Einsatz bei den verschiedensten Krankheitsbildern bekommen.

 

Das Medikament ist in Deutschland unter dem Namen Nemexin auf dem Markt. Es muss nur noch "verdünnt" (Low Dose) werden. Eine Anleitung hierzu finden Sie unter dem Menüpunkt Selbstversuch.

 

 

 

Auszug aus der Roten Liste zu dem Medikament Nemexin (unverdünnt):

 

Nemexin® Filmtabletten
 

Herrsteller: Bristol-Myers Squibb (www.b-ms.de)

 

Zus.: 1 Filmtbl. enth.: Naltrexon-HCl 50 mg.


Weit. Bestandteile: Mikrokristalline Cellulose, Lactose 1H2O, Crospovidon, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Pale Yellow Opadry.

 

30 Filmtbl. (N2)

 

136,- Euro

  

PZN 0575516


Anw.: Medikamentöse Unterstützung bei der psychotherapeutisch/psychologisch geführten Entwöhnungsbehandlung vormals Opiat-Abhängiger nach erfolgter Opiat-Entgiftung.


Gegenanz.: Schwere Leberschäden, akute Hepatitis, Pat., die Opioid-Analgetika erhalten, Pat. mit einem positiven Opioid-Nachweis im Urin od. Pat., die auf Injektion von Naloxon (Narcanti®) mit Entzugserscheinungen reagieren. Opioid-abhängige Pat. ohne erfolgreichen Entzug, od. Pat. die Opiat-Agonisten erhalten (Methadon). Pat. mit akuten Opiat-Entzugssymptomen. Kdr. u. Jugendl. im Alter bis zu 18 J. Ältere Menschen.


Schwang.: Strenge Ind.-Stellung Gr 6. Naltexon zeigte bei Ratten (≥ 30 mg/kg/Tag po) und Kaninchen (≥ 60 mg/kg/Tag po) embryoletale Wirkungen.


Stillz.: Strenge Ind.-Stellung La 1.


Nebenw.: Erhöhung der Leber-Transaminasen mögl. Reversible idiopathische thrombozytop. Purpura (Einzelfall). Sehr häufig: Schlafstörungen, Angstzust., Nervosität. Bauchschmerzen u. -krämpfe, Erbrechen, Übelkeit, Antriebsschwäche, Gelenk- u. Muskelschmerzen, Kopfschmerzen. Häufig: Appetitlosigkeit, Durchfall, Verstopfung, Durstgefühl, gesteigerte Energie, Niedergeschlagenheit, Reizbarkeit, Benommenheit, Hautrötung, verzögerte Ejakulation, Potenzstörungen, Schüttelfrost, Thoraxschmerzen, Schweißausbrüche, gesteigerter Tränenfluß. Diese Begleiterscheinungen können auch b. nicht m. Nemexin behandelten Pat. während d. Entzugs auftreten. Gelegentl.: Schwäche, Müdigkeit, Unwohlsein. Veränd. d. Blutdrucks, Schwindel, Hitzeflush, Herzklopfen. Hyperkinesie, Tremor, Sehstörung. Agitiertheit, Verwirrtheit, Euphorie, Halluzination, Denkstörung, Depression. Exanthem, Atemnot. Leberfunktionsstörung, Bilirubinanstieg, Hepatitis. Vorsicht b. Pat. m. eingeschränkter Leber- u./od. Nierenfunktion.


Wechselw.: Verminderte Wirkung von opioidhaltigen Hustenmitteln, Antidiarrhoika oder Analgetika. Durch die Nemexin-Blockade wird bei Verabreichung kleinerer Mengen Heroin od. anderer Opiate das Auftreten entspr. Effekte verhindert. Es ist mögl., daß d. Ansprechbarkeit auf Opiate nach einer Behandl. m. Nemexin zunimmt. Dies könnte zu einer pot. lebensbedrohl. Opiatvergiftung m. Beeinträchtigung v. Atmung u. Herz/Kreislauf führen.


Tox.: Es gibt bisher keine klin. Erfahrungen m. Überdos. v. Naltrexon (Pat. symptomat. behandeln u. intensiv überwachen).


Hinw.: Reaktionsvermögen! (V) Es besteht Lebensgefahr bei der Selbstverabreichung hoher Dosen von Opiaten. Benötigt der Pat. in Notfallsituationen Opioid-Analgetika, kann die zur Analgesie erforderliche Dosis höher sein. Die dabei auftretende Atemdepression u. andere Symptome können verstärkt sein u. länger andauern, so daß der Pat. unbedingt überwacht werden muß. Naltrexon kann bei Opiat-Abhängigen ein Entzugssyndrom auslösen. Vor Beginn der Behandl. mit Nemexin muß sichergestellt sein, daß der Pat. seit mindestens 7-10 Tagen opiatfrei ist (Urinkontrolle oder Test mit Naloxon [Narcanti®]). Ausführl. Info s. Fachinfo.


Dos.: 1 Filmtbl. pro Tag (ausreichend um ca. 25 mg Heroin i.v. für 24 h zu blockieren); initial am 1. Tag: ½ Filmtbl., treten nach 1 Std. keine Entzugssymptome auf, kann die restliche ½ Filmtbl. verabreicht werden. Variation des Dosierschemas mit Nemexin z. B. 2 Filmtbl. (= 100 mg) auf einmal montags u. mittwochs u. 3 Filmtbl. auf einmal freitags.